Aktualisierungen der bestätigten Territorien

In diesem Dokument können Sie fortlaufend nachvollziehen, welche inhaltlichen Änderungen an den  bestätigten Territorien vorgenommen wurden und warum. Dies gilt speziell für rückwirkende Änderungen in bereits abgelaufenen und ausgewerteten Monitoringjahren. Im September 2016 wurde auf dem Nationalen Monitoringtreffen von den Beauftragten der Bundesländer in Gelnhausen beschlossen, ab sofort die Zahlenangabe für Rudel, Paare und territoriale Einzeltiere auch rückwirkend für bereits abgeschlossene und ausgewertete Monitoringjahre zu ändern, wenn neue Erkenntnisse vorliegen, die dies nötig machen. Die Darstellung der bestätigten Territorien auf der Internetseite der DBBW ist nun der ideale Ort, um diese Änderungen jederzeit für alle nachvollziehbar vorzunehmen.

Statusberichte und Karten werden dagegen über das Jahr nicht aktualisiert. Erst mit dem neuen Statusbericht im Herbst 2017 werden die in der Zwischenzeit vorgenommenen Änderungen für die zurückliegenden Jahre aufgegriffen und dargestellt.

Hintergrund für die Entscheidung ist vor allem die Tatsache, dass Wolfspaare sich oft erst im Winter, kurz vor Ende des Monitoringjahres etablieren. Es bleibt dann nicht mehr viel Zeit, sie noch bis Ende April sicher nachzuweisen. Werden dann allerdings im folgenden Mai Welpen geboren, ist es klar, dass es das Paar bereits am Ende des vorangegangenen Monitoringjahres gegeben haben muss.

Auch im Falle von Rudeln kann es vorkommen, dass genetische Ergebnisse erst deutlich nach Ablauf des Monitoringjahres die Existenz eines Rudels für das Vorjahr belegen. Sollte dann die Veröffentlichung der Territorienzahlen im Anschluss an das Nationale Monitoringtreffen schon erfolgt sein, ist es nötig das Rudel nachträglich noch zu ergänzen.

25.08.2017

Aus Niedersachsen wurde aktuell gemeldet, dass anhand von Genetikdaten und Fotofallenbildern für das Monitoringjahr 2016/17 zwei neue Territorien bestätigt werden können: Das Rudel Visselhövede, in dem 2016 mind. ein Welpe aufgezogen wurde und das Paar Wendisch Evern.

Das Vorkommen in Visselhövede wird damit rückwirkend bereits für das Monitoringjahr 2015/16 als Paar gezählt. Die Zahl der bestätigten Territorien in 2015/16 erhöht sich damit auf 47 Rudel, 22 Paare und 4 Einzeltiere 

22.08.2017

Auch aus dem Lübtheener Rudel, Mecklenburg-Vorpommern, liegt inzwischen der Reproduktionsnachweis für das Monitoringjahr 2017/18 vor. Darüber hinaus wurden in Niedersachsen auf den Flächen, auf denen im Monitoringjahr 2014/15 das Rheinmetall Rudel nachgewiesen wurde, wieder Welpen nachgewiesen.

08.08.2017

Auch aus Niedersachsen und Brandenburg liegen inzwischen einige Reproduktionsnachweise für das Monitoringjahr 2017/18 vor. Zum Beispiel in Niedersachsen das neu nachgewiesene Rudel Ehra-Lessien, dass damit auch für das Monitoringjahr 2016/17 rückwirkend als Paar gezählt wird. Außerdem konnte anhand genetischer Daten eine Fähe im Raum Bippen (NI) als territoriales Einzeltier für das Jahr 2016/17 bestätigt werden.

Darüber hinaus wurden für das Wolfspaar im Bayerischen Wald Welpen nachgewiesen, es ist somit das erste Wolfsrudel in Bayern.

27.07.2017

In Sachsen konnten mittlerweile in mehreren Territorien Welpen nachgewiesen werden. In einem Fall (Dahlener Heide) handelt es sich um eine Neuetablierung. Für das Monitoringjahr 2016/17 bedeutet dies, dass ein Paar mehr gezählt wird. Die Informationen zum Monitoringjahr 2016/17 sind allerdings noch als unvollständig und inhaltlich als vorläufig zu betrachten, da bisher weder von allen Bundesländern die Daten zu allen Vorkommen vollständig zusammengestellt und an die DBBW gemeldet wurden, noch die bundesweite Abstimmung erfolgte, die jedes Jahr im Rahmen des Nationalen Monitoringtreffens durchgeführt wird. Dies wird erst wieder im September 2017 der Fall sein.

01.06.2017

Inzwischen liegt ein erster Datensatz für das Monitoringjahr 2017/18 vor: ein neues Paar bei Garlstedt, Niedersachsen.

Auch aus dem Monitoringjahr 2016/17 gibt es weitere Informationen: Aus Sachsen wurde das Kollmer Rudel als neu nachgewiesenes Rudel gemeldet (in dem Gebiet hatten im Monitoringjahr 2013/14 bereits einmal Wölfe reproduziert) und aus Brandenburg ein neues Rudel: Märkisch-Buchholz. Die Zahl der nachgewiesenen und an die DBBW gemeldeten Rudel steigt damit auf 40 an.

Für das bereits abgelaufene und ausgewertete Monitoringjahr 2015/16 bedeutet dies, dass diese beiden Rudel rückwirkend als Paare gezählt werden. Die Zahl der für das Monitoringjahr  2015/16 nachgewiesenen Paare steigt damit von 19 (Kenntnisstand 15.05.2017) auf 21 an. 

15.05.2017

Für das Monitoringjahr 2017/18, das gerade erst am 01.05.2017 begonnen hat und bis zum 30.04.2018 andauert, liegen der DBBW noch keine aktuellen Daten aus den Bundesländern zu Rudeln, Paaren oder territorialen Einzeltieren vor. Sobald Meldungen erfolgen, werden sie entsprechend eingepflegt. Sie sind allerdings als vorläufig zu betrachten und werden jeweils dem neusten Kenntnisstand angepasst.

Für das Monitoringjahr 2016/17, das gerade abgelaufen ist, aber noch nicht abschließend ausgewertet wurde, liegen der DBBW derzeit Daten zu 38 Rudeln, 5 Paaren und 3 territorialen Einzeltieren aus den Bundesländern Sachsen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg vor. Diese Informationen zum Monitoringjahr 2016/17 sind allerdings noch als unvollständig und inhaltlich als vorläufig zu betrachten, da bisher weder von allen Bundesländern die Daten zu allen Vorkommen vollständig zusammengestellt und an die DBBW gemeldet wurden, noch die bundesweite Abstimmung erfolgte, die jedes Jahr im Rahmen des Nationalen Monitoringtreffens durchgeführt wird. Dies wird erst wieder im September 2017 der Fall sein.

Bei den an die DBBW gemeldeten neuen Vorkommen für das Monitoringjahr 2016/17 handelt es sich in 4 Fällen um neue Rudel, die in diesem Monitoringjahr erstmals nachgewiesen wurden: Dobbrikow und Hohenbocka in Brandenburg, Kaliß in Mecklenburg-Vorpommern und Ostenholzer Moor in Niedersachsen.

Für das Monitoringjahr 2015/16 bedeutet der Nachweis der 4 neuen Rudel in 2016/17, dass sie rückwirkend als Paar gezählt werden und damit die Zahl der nachgewiesenen Paare im Monitoringjahr 2015/16 von 15 (Kenntnisstand November 2016, Statusbericht der DBBW für das Monitoringjahr 2015/16) auf 19 steigt.

01.12.2016

Im Statusbericht der DBBW für das Monitoringjahr 2015/16 wird der Kenntnisstand im November 2016 dargelegt: 47 Rudel, 15 Paare, 4 territoriale Einzeltiere. Der Kenntnisstand weicht damit vom Kenntnisstand im September 2016 ab, der direkt nach dem Nationalen Monitoringtreffen vom BfN im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt gegeben wurde, und zu dem 46 Rudel, 14 Paare und 4 territoriale Einzeltiere bekannt waren.

Die Abweichung begründet sich darin, dass im Oktober 2016 durch genetische Analysen belegt werden konnte, dass das Vorkommen "Möckern" in Sachsen-Anhalt in 2015 bereits 2 Welpen hatte. Somit wurde es als 47. Rudel gezählt. Ebenfalls im Oktober 2016 wurde im Grenzgebiet Brandenburg/ Sachsen ein Welpe nachgewiesen und untersucht, der genetisch zu einem bisher noch nicht bestätigten Elternpaar gehörte. So wurde für den Raum Senftenberg für das Monitoringjahr 2016/17 ein neues Rudel gezählt, das rückwirkend auch für 2015/16 als Paar gewertet wurde.  

 

Im Statusbericht für das Monitoringjahr 2015/16 werden auch alle anderen rückwirkend durchgeführten Änderungen für die Vorjahre in der Grafik über die Entwicklung der Wolfsterritorien zahlenmäßig erfasst.

An dieser Stelle werden sie aber auch inhaltlich kurz aufgegriffen:

Für das Monitoringjahr 2014/15 waren ursprünglich nach dem nationalen Monitoringtreffen im Herbst 2015 insgesamt 31 Rudel, 8 Paare und 6 territoriale Einzeltiere bekannt. Durch die rückwirkende Zählung von neuen Rudeln aus dem Monitoringjahr 2015/16 als Paare in 2014/15 änderte sich diese Zahl auf 20 Paare. Es handelt sich dabei um folgende Paare: Görzke, Hornow, Müllrose, Sauener Forst, Storkow und Teichland in Brandenburg, Möckern in Sachsen-Anhalt und Biehain, Cunewalde, Gohrischheide, Knappenrode und Königshainer Berge in Sachsen.

Im Monitoringjahr 2013/14 waren bis zum nationalen Monitoringtreffen im Herbst 2014 zunächst 25 Rudel, 8 Paare und 3 territoriale Einzeltiere gezählt worden. Durch die rückwirkende Zählung von 3 weiteren Paaren sind es nun 11 Paare; hinzu kamen Ruhland und Bärenklau in Brandenburg und Hoher Fläming in Sachsen-Anhalt.

Im Monitoringjahr 2012/13 waren ursprünglich nach dem nationalen Monitoringtreffen im Herbst 2013 bundesweit 18 Rudel, 12 Paare und 3 territoriale Einzeltiere bekannt. Durch die rückwirkende Ergänzung von Paaren, für die in 2013/14 Reproduktion nachgewiesen werden konnte, kamen noch 7 Paare dazu: Babben-Wanninchen, Großräschen und Teichland in Brandenburg, Glücksburger Heide in Sachsen/Anhalt und Kollm in Sachsen. Abweichend von diesen Paaren wurde das Rudel Forst Hohenbucko, für das im Monitoringjahr 2013/14 zum ersten Mal Reproduktion bestätigt wurde, NICHT rückwirkend für das Monitoringjahr 2012/13 als Paar gezählt, weil bekannt war, dass der Rüde des Rudels im Sommer 2012 noch als Vaterrüde im Seese-Rudel lebte. Hier hätte es somit eine Doppelzählung gegeben.

Im Monitoringjahr 2011/12 waren nach dem Nationalen Monitoringtreffen im Herbst 2012 zunächst 14 Rudel, 3 Paare und 4 territoriale Einzeltiere bekannt. Rückwirkend wurden noch folgende 3 Paare ergänzt: Hohwald und Milkel II in Sachsen und Göritz/Klepzig in Sachsen/Anhalt.

Im Monitoringjahr 2010/11 waren nach dem Nationalen Monitoringtreffen im Herbst 2011 zunächst 7 Rudel, 5 Paare und 6 territoriale Einzeltiere bekannt. Rückwirkend wurden noch folgende 2 Paare ergänzt: Zschorno in Brandenburg und Niesky in Sachsen.

Für das Monitoringjahr 2009/10 wurden keine rückwirkenden Änderungen vorgenommen.

Im Herbst 2009 fand das erste Nationale Monitoringtreffen auf Einladung des BfN in Bonn statt. Damals waren 5 Rudel, 1 Paar und 4 territoriale Einzeltiere nachgewiesen. Rückwirkend wurden für das Monitoringjahr 2008/09 nun noch die 2 Paare Welzow in Brandenburg und Altengrabow in Sachsen/Anhalt ergänzt, die 2009 das erste Mal reproduzierten. Davon abweichend wurde das Seenland Rudel, dass auch in 2009 zum ersten Mal reproduzierte, NICHT rückwirkend als Paar für 2008/09 gezählt, weil bekannt war, dass die Fähe des Seenland-Rudel im Sommer und Herbst des Jahres 2008 noch die Fähe im Neustädter Rudel war, und erst zum Winter 2008/09 ins neue Seenland-Paar wechselte - hier hätte somit eine Doppelzählung stattgefunden.

Für das Monitoringjahr 2007/08 wurden rückwirkend zu den damals bekannten 3 Rudeln, einem Paar und 2 Einzeltieren noch die 2 Paare Dauban und Milkel in Sachsen ergänzt, die 2008 das erste Mal reproduzierten.

Für die Monitoringjahre 2006/07 und 2005/06 wurden keine rückwirkenden Änderungen vorgenommen.

Für das Monitoringjahr 2004/05 wurde rückwirkend zu dem damals bereits bekannten Muskauer Heide-Rudel und dem Neustädter Paar noch das Nochtener Paar in Sachsen ergänzt, das in 2005 erstmals reproduzierte.

Für die Monitoringjahre 2000/01 bis 2003/04 wurden keine rückwirkenden Änderungen vorgenommen.