Archiv der Pressemitteilungen

Nordrhein-Westfalen - Wolfsrüde aus der Alpenpopulation im Rheinisch-Bergischen-Kreis nachgewiesen

Am 17. Februar 2020 war ein Wolf von einer Fotofalle in der Gemeinde Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis) erfasst worden. Der Wolf hatte in den frühen Morgenstunden an einem Wildtierkadaver gefressen. Das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen konnte jetzt die Identität dieses Wolfes klären. Es handelte sich um einen männlichen Wolf mit der Kennung GW1559m. Er trägt als genetisches Merkmal den in Deutschland seltenen Haplotyp HW22 und wurde vorher in Deutschland noch nicht identifiziert. Das Herkunftsrudel und der Wanderweg des Wolfsrüden sind bisher nicht bekannt.

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Hessen - Tote Wölfin aus Wiesbaden genetisch identifiziert

Der am 5. Februar 2020 in der Nähe des Wiesbadener Ostbahnhofs tot aufgefundene Wolf kam aus Sachsen-Anhalt. Dies ergab die Analyse der Genproben durch das wildtiergenetische Labor des Senckenberg-Instituts. Die junge Wölfin trug demnach die Laborkennung GW1487f (GW= Grauwolf, 1487= Labornummer. f= weiblich) und stammte aus dem Rudel „Hoher Fläming“ an der Grenze zu Brandenburg.

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Neue Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz treten in Kraft

Am 13. März wird eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes in Kraft treten, die mehr Rechtssicherheit im Umgang mit dem Wolf schafft. Im Wesentlichen klären die Änderungen, in welchen Ausnahmefällen es zulässig ist, einen Wolf zu töten und wie mit Wolf-Hund-Hybriden umzugehen ist. Zugleich bleibt der Wolf eine streng geschützte Art. Wichtigste Präventionsmaßnahme gegen Nutztierrisse ist der Herdenschutz, für den der Bund bereits verschiedene Maßnahmen getroffen hat.

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Hessen - Gennachweis bestätigt standorttreue Wölfin im Vogelsberg

„Hessen hat wieder einen sesshaften Wolf, nachdem die Art hier sehr lange Zeit ausgerottet war. Das hat die Genprobe eines am Ortsrand von Unter-Seibertenrod im Vogelsberg gerissenen Rehes ergeben. Vielen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sowie den Weidetierhaltern in Hessen bereitet die Rückkehr des Wolfs Sorgen. Ich nehme die Befürchtungen sehr ernst und setze mich für Rahmenbedingungen ein, die den Umgang mit dem Wolf für alle tragbar machen. Dazu gehört der Wolfsmanagementplan des Landes, die größtmögliche Aufklärung der Bevölkerung sowie die Unterstützung der Weidetierhalter insbesondere der Schaf- und Ziegenhalter“, berichtet Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden.

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Thüringen - Erneuter Hybrid-Abschuss bei Ohrdruf

Am heutigen Freitag wurde in der Region Ohrdruf ein männlicher, schwarzer Wolf-Hund-Hybrid geschossen. Der Kadaver wird im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung weiter untersucht. Nach dem Abschuss von nun drei Exemplaren binnen 8 Tagen gehen die Behörden von zwei verbliebenen Wolf-Hund-Mischlingen im Revier um Ohrdruf aus.

Die im Frühjahr 2019 geborenen Mischlinge waren aus der Verpaarung der Ohrdufer Wölfin GW267f und ihrem 2017 geborenen Sohn GW 07xm hervorgegangen. Das hatten Auswertungen von DNA-Material ergeben. Der Thüringer Wolfmanagementplan sieht das Entnehmen von Wolf-Hund-Mischlingen aus der freien Natur vor. Das Umweltministerium hatte im September 2019 die artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Entnahme der Wolf-Hund-Mischlinge erwirkt.

Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz