Präventions- und Ausgleichszahlungen

Zu den Aufgaben der DBBW gehört es, jährlich die in den Bundesländern im jeweils abgelaufenen Kalenderjahr geleisteten Zahlungen für Schäden an Nutztieren sowie die Summe, die für die Förderung von Präventionsmaßnahmen ausgegeben wurde, abzufragen und deutschlandweit aufzubereiten. Ein Kurzbericht auf Basis der Daten des letzten ausgewerteten Jahres wird hier vorgestellt. Die vollständigen Berichte können im Download-Bereich eingesehen werden.

Präventions-/Ausgleichszahlungen 2016

Die Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen kann ein Vielfaches dessen kosten, was für einen reinen Schadensausgleich aufzuwenden wäre. Dahinter steht der Gedanke, die Akzeptanz für die zurückkehrenden Wölfe zu erhöhen und den Betroffenen im ländlichen Raum die Koexistenz mit ihnen zu erleichtern. In Deutschland betrugen die Ausgaben für Herdenschutzmaßnahmen im Jahr 2016 mit 1.100.963 € etwa das Achtfache der Ausgleichszahlungen (135.140 €).

Entwicklung der Ausgleichszahlungen von 2000 bis 2016

Mit den wolfsverursachten Schäden steigen auch die Ausgleichszahlungen an. Anders als im Jahr 2015 waren die Ausgaben für wolfsverursachte Schäden 2016 bezogen auf die einzelnen Bundesländer in Brandenburg und Sachsen, den beiden Ländern mit den meisten Wolfsterritorien, am höchsten.