Wolfwelpen trinken aus Weiher

„DBBW“

Dokumentation und Beratungsstelle des Bundes
zum Thema Wolf

5 Welpen und 2-Jährige

Territorien

Eine Übersicht über die bestätigten Wolfsterritorien in Deutschland seit dem Jahr 2000.

Kartenübersicht über Wolfsterritorien in Deutschland

Monitoring

Wolfsterritorien in Deutschland - Entwicklung
seit dem Jahr 2000.

  • DBBW
  • Die offizielle Seite der DBBW, der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf

DBBW, die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf

Zu unseren Aufgaben gehört es, die Behörden von Bund und Ländern bei Fragen zu wildlebenden Wölfen zu beraten und die in den Bundesländern erhobenen Daten zum Wolfsvorkommen bundesweit zusammenzufassen und in aufbereiteter Form der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die DBBW stellt die hier dargestellten Informationen im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz mit Mitteln des BMUV zusammen. Auf den folgenden Seiten finden Sie aktuelle Ergebnisse aus dem Monitoring des deutschen Wolfsvorkommens sowie Informationen aus dem Management von Wölfen in Deutschland - wie die nationale Statistik zu Übergriffen auf Nutztiere, sowie allgemeine Hintergrundinformationen zur Tierart Wolf.

Aktuelles

Nach Vorfall in Hamburg: Wolf ausgewildert und unter intensiver Beobachtung

Der Wolf, der in den vergangenen Tagen mehrfach in Hamburg gesichtet wurde und eine Frau verletzte, wurde in die Freiheit ausgewildert. Am Abend des Ostersonntags wurde das Tier mit einem Sender ausgestattet und erfolgreich ausgesetzt. Im Rahmen des LIFE Wild Wolf-Projektes wird der Wolf nun länderübergreifend konsequent überwacht. Sein Standort wird stehts nachvollzogen und Jäger können jederzeit kurzfristig eingreifen. Im Sinne des Tierschutzes macht die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) zum Standort des Tieres keine Angaben.

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Baden-Württemberg - Fähe im Enztal-Territorium als sesshaft nachgewiesen

Der weibliche Wolf mit der Kennung GW4816f hat sich im Territorium Enztal im Nordschwarzwald niedergelassen. Das Tier wurde erstmals mittels DNA-Nachweis am 03.01.2026 in der Region nachgewiesen. Mit der Auswertung eines Losungsfunds vom 12.03.2026 aus Gernsbach (Landkreis Rastatt) gilt nun als gesichert, dass sich die Fähe seit mindestens drei Monaten im Territorium Enztal aufhält – dem Territorium des Rüden GW852m. Gemäß nationaler Monitoringstandards ist damit eine Paarbildung bestätigt.

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Statusbericht 2024/25 "Wölfe in Deutschland" veröffentlicht

Der Statusbericht zur Situation der Wölfe in Deutschland im Monitoringjahr 2024/2025 wurde veröffentlich und kann von der Webseite heruntergeladen werden (Mehr - Statusberichte). Er enthält einen Überblick über die Anzahl und die räumliche Lage aller festgestellten Wolfsterritorien und ihren Reproduktionsstatus. Die enthaltene Vorkommenskarte zeigt alle im Monitoringjahr durch Wolfsnachweise belegte Rasterzellen in Deutschland. Dargestellt werden auch die Verteilung der mitochondrialen Haplotypen und weitere interessante genetische Befunde. Die Totfunde werden ebenfalls kartographisch dargestellt und die ermittelten Todesursachen beschrieben. In diesem Jahr wird in einem Kapitel die Entwicklung der genetischen Diversität der Wölfe in Deutschland näher beleuchtet.

Aktuelle Statements

07.08.2025 - Mutmaßlicher Wolf greift Kind in den Niederlanden an

Am 30. Juli 2025 kam es in der Provinz Utrecht / Niederlande zu einem Angriff eines mutmaßlichen Wolfs auf ein sechsjähriges Kind, bei dem das Kind verletzt wurde. Schlimmeres konnte durch das beherzte Eingreifen anwesender Erwachsener verhindert werden. Die genetischen Untersuchungen des Falls laufen noch, jedoch halten internationale Wolfsexperten es für sehr wahrscheinlich, dass es sich bei dem Tier um den Wolf mit der genetischen Kennung GW3237m handelt. Dieser Wolf ist der Rüde des Rudels Utrecht und in den letzten 1,5 Jahren wiederholt durch sein distanzloses Verhalten Menschen gegenüber aufgefallen. Bereits Anfang 2024 gab es zahlreiche Sichtungen des Wolfs, der sich sehr für Hunde interessierte, dabei anwesende Menschen ignorierte und diesen teilweise sehr nahe (<5m) kam. Im Sommer 2024 kam es im Gebiet des Rudels Utrecht zu zwei Vorfällen, bei denen ein Wolf ein Kind umstieß. In beiden Fällen wurde genetisch bestätigt, dass es sich um einen Wolf gehandelt hat; in einem der Fälle wurde GW3237m identifiziert, in dem anderen Fall war die genetische Individualisierung nicht erfolgreich. Bereits damals empfahlen internationale Expert*innen den Abschuss des Wolfs. Im Mai 2025 wurde im gleichen Gebiet eine Frau von einem Wolf ins Bein gebissen. Die genetische Analyse ergab erneut GW3237m. Die Provinz Utrecht erteilte daraufhin eine Abschussgenehmigung für diesen Wolf, die seit dem 23.07.2025 rechtskräftig ist. Eine Woche später kam es zum Übergriff auf das Kind.

Wichtig bei der Einordung dieses Vorfalls ist, dass das Verhalten nicht plötzlich und unerwartet kam, sondern am Ende einer eskalierenden Sequenz von Einzelvorfällen steht, die sich über einen Zeitraum von über einem Jahr ereigneten. Die Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE) hat bereits 2022 und 2024 an die niederländischen Behörden appelliert konsequenter auf Fälle von auffälligem Wolfsverhalten zu reagieren.

In Deutschland gibt das Konzept zum Umgang mit auffälligen Wölfen klare Handlungsempfehlungen für ein frühzeitiges Eingreifen, wodurch solche Fälle wie in den Niederlanden verhindert werden sollen.

Die offiziellen Statements der Provinz Utrecht zu den Vorfällen finden Sie hier.