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Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Es war eine Sensation, als 1996 in der Lausitz ein in freier Wildbahn lebender Wolf gesichtet wurde. Zwar hatte es bereits in der DDR einige Sichtungen durchwandernder Wölfe und sogar Abschüsse gegeben, da diese Tierart zur damaligen Zeit dort nicht geschützt war, faktisch jedoch galt der Wolf seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland nach jahrhundertelanger Verfolgung als ausgerottet.
Seit Anfang des 21. Jahrhunderts hat die Wiederausbreitung des Wolfes zunehmend an Dynamik gewonnen, nachdem im Jahr 2000 das erste reproduzierende Wolfsrudel in der Lausitz nachgewiesen werden konnte. Vor dem Hintergrund des weltweiten wie auch des deutschlandweiten Verlustes an Artenvielfalt ist dies eine positive Entwicklung.

Mittlerweile zeigt die Wolfspopulation eindeutig ansteigende Tendenz in den ost- und norddeutschen Bundesländern mit einem Konzentrationsschwerpunkt in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Ihrem angeborenen Verhalten folgend, breiten sich die Jungwölfe gegenwärtig in weitere Bundesländer aus, wo es nunmehr neben Sachsen auch in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig Holstein gesicherte Nachweise für Wölfe gibt. Die Rückkehr der Gattung Wolf zeigt, dass sich die Rahmenbedingungen für diese und weitere Arten wie Luchs und Bär positiv entwickelt haben und die Artenschutzbemühungen, insbesondere der strenge Schutz, erste Erfolge zeigen.

Quelle: Bundes-Ministeriums für Umwelt, Natur-Schutz, Bau und Reaktor-Sicherheit.
http://www.bmub.bund.de/themen/natur-biologische-vielfalt-arten/artenschutz...