Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Es war eine Sensation, als im Jahr 2000 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz, gelegen ganz im Osten Sachsens nahe der polnischen Grenze, zum ersten Mal seit der jahrhundertelangen Ausrottung des Wolfes in Deutschland wieder Wolfswelpen in freier Wildbahn geboren wurden. In den folgenden Jahren wuchs die Anzahl der Wolfsterritorien und die von ihnen besiedelte Fläche zunächst sehr langsam, dann deutlich schneller. Der wild- und waldreiche Osten und Norden von Deutschland wurde bald vielerorts von Wolfsfamilien bewohnt, ebenso erfolgte die Ausbreitung - in Deutschland eher unbeachtet – aber auch jenseits von Neiße und Oder in die im Nordwesten von Polen liegenden Regionen.

Über die Jahre wanderten immer mal wieder einzelne Wölfe aus anderen Populationen, die unsere östlichen und südlichen Nachbarländer beherbergen, nach Deutschland ein und pflanzten sich hier fort, was sich positiv auf die genetische Vielfalt der Wölfe auswirkte. Auch im Süden und Westen Deutschlands gibt es mittlerweile in vielen Gegenden etablierte Territorien, allerdings bisher deutlich weniger als im Norden und Osten des Landes.